Die Deutsche Bahn hat erwartungs­gemäß den Streck­en­ver­lauf der Neubaus­trecke zwis­chen Frank­furt und Mannheim am 13.11.2020 vorgestellt. Viel Konkretes zu dem für die Stadt Mannheim entschei­den­den Teil­stück von der Blu­me­nau bis zum Bahn­hof Mannheim-Wald­hof gibt es nicht, außer der Erken­nt­nis, dass diese Streck­en­führung als eben­erdi­ge Verknüp­fungsstrecke für die heute beste­hen­den Trassen (öst­tliche Ried­bah­n­trasse, west­liche Ried­bah­n­trasse und Main-Neckar-Bah­n­trasse) und die kün­ftige Neubau­trasse mit ihrem Verkehrslenkungspo­ten­tial, also ohne Tun­nel­lö­sung, auf Mannheimer Gemarkung umge­set­zt wer­den soll.

„Für die Men­schen auf der Blu­me­nau, der Schö­nau, dem Wald­hof, der Garten­stadt, dem Luzen­berg und Käfer­tal bedeutet dieser Pla­nungs-sachver­halt auf Mannheimer Gemarkung eine Zumu­tung ohne­gle­ichen für die dort wohnende Bürg­er­schaft“, erk­lären die bei­den Wald­höfer CDU-Bezirks­beiräte Hel­ga Schlichter und Chris­t­ian Sevil­la Valls unisono. An dieser beste­hen­den, eben­erdi­gen Gleisverknüp­fungsstrecke mit­ten durch den Stadt­teil Wald­hof wird auch ein möglich­er Güter­verkehrstun­nel zum Rang­ier­bahn­hof nichts ändern.

Zusät­zliche Lärm­beläs­ti­gun­gen ste­hen ganz klar im Raum, da der Bahn­hof Mannheim-Wald­hof zukün­ftig mehr noch als bish­er als Knoten­punkt für zahlen­mäßig mehr Hochgeschwindigkeit­szüge (IC, ICE, TGV), die Region­alzüge, den neuen, kün­fti­gen S‑Bahn-Betrieb und die deut­lich ansteigen­den Güter­verkehrszüge her­hal­ten muss.

„Die weit­eren Pla­nun­gen für den Kern­raum Mannheim mit seinen vielfälti­gen, sehr dif­feren­zierten schienenge­bun­de­nen Bedar­fen (Bin­nen­hafe­nan­la­gen, Haupt­bahn­hof und Rang­ier­bahn­hof) sind jet­zt aus Sicht des CDU-Ortsver­ban­des umge­hend in Angriff zu nehmen. Dabei ist es uner­lässlich, dass sich die Stadt Mannheim im Ver­bund mit der Region Rhein-Neckar, gemein­sam mit den Lan­des- und Bun­de­spoli­tik­ern aus Mannheim, zügig auf eine klare Trassen­führungsstrate­gie inner­halb Mannheims ver­ständigt, die auch eine kli­ma- und lärm­ef­fiziente Lösung für den Mannheimer Nor­den aufzeigt“, fordert der Ortsver­bandsvor­sitzende Chris­t­ian Höt­ting. Hier ist es uner­lässlich mit ein­er starken Mannheimer Stimme zu sprechen.

Für den CDU-Alt­stad­trat Kon­rad Schlichter, welch­er bis zum heuti­gen Tag sehr inten­siv in den gesamten Code 24 — Pla­nung­sprozess einge-bun­den ist, ist eines klar: „Mit der DB-Pla­nung bis zum Bahn­hof Wald­hof, d.h. mit der Trasse­nauf­s­pal­tung auf der Gemarkung Mannheim in drei Teil­ab­schnitte, ist eine ein­heitliche men­schen- und umwelt­gerechte  Code 24 — Pla­nung auf der Stadt­ge­markung                                  ins­ge­samt kaum mehr erre­ich­bar, die auch den Schutzbe­dar­fen der Bürg­er­schaft im Mannheimer Nor­den gerecht wird. Deshalb ist es drin­gend notwendig, dass sich unsere Stadt­spitze gemein­sam mit den Führungs­gremien der Metropol­re­gion Rhein-Neckar nun aktiv in den weit­eren Pla­nung­sprozess ein­bringt (z.B. durch einen kon­struk­tiv­en Pla­nungs­beirat wie in Offen­burg) bzw. die wohl vor­liegende  Mach­barkeitsstudie für eine Tun­nel­lö­sung zum Rang­ier­bahn­hof mit Leben erfüllt.“ Es ist eine Erfahrungswirk­lichkeit: Pla­nung­sprozesse dieser Dimen­sion haben einen sehr lan­gen Vor­lauf – meis­tens über 15 Jahre bis zum Baube­ginn. Aber auch hier gilt der Satz: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

CDU Mannheim Nord-Ost: Die Men­schen im Mannheimer Nor­den dür­fen nicht zum Ver­lier­er wer­den