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Auf einen Blick

  • Erweit­erte Fußgänger­zone in Fress­gasse, Kun­st­straße und Seit­en­straßen
  • Autos in die Parkhäuser mit intel­li­gen­ter Verkehrss­teuerung
  • Mehr Aufen­thalt­squal­ität für Bewohn­er und Besuch­er der Innen­stadt
  • Mehr Frei­flächen im Zen­trum für Bäume, Raum und Ruhe

Ein Verkehrskonzept für eine neue Innenstadt

Die CDU Mannheim legt ein Verkehrskonzept vor, das die Innen­stadt von Mannheim verän­dern wird: Verkehrs­beruhi­gung, Steigerung der Aufen­thalt­squal­ität, Verbesserung des Mikrokli­mas in den dicht bebaut­en Quadrat­en, gute Erre­ich­barkeit von Gas­tronomie und Geschäften und damit die Stärkung der Innen­stadt. Ins­ge­samt viele pos­i­tive Effek­te sind von der Umset­zung unseres Verkehrskonzepts zu erwarten. Die Fußgänger­zone Planken wird um die par­al­lel ver­laufende Fress­gasse und Kun­st­straße und deren Seit­en­straßen erweit­ert. Damit wird der Raum zum Flanieren fast ver­dop­pelt. Autos von Bewohn­ern wie Besuch­ern sollen in diesem Bere­ich in die Parkhäuser. Dazu wird der Par­kraum auch in den angren­zen­den Quadrat­en neu geord­net, der Verkehr mit dig­i­taler Tech­nik intel­li­gent ges­teuert, die zügige Erre­ich­barkeit aller Parkhäuser gewährleis­tet. Fress­gasse und Kun­st­straße bekom­men Rad­wege. Mit der Sper­rung der Fress­gasse ab Q 5 bis zur Martk­straße (über die Bre­ite Straße hin­weg) kann das Konzept in einem ersten Schritt sofort umge­set­zt wer­den, um die Schle­ichverkehre auf die Kurt-Schu­mach­er-Brücke durch die Quadrate zu unterbinden. Der Umbau zur Fußgänger­zone soll bis zur Bun­des­garten­schau 2023 abgeschlossen sein. Ein Gesamtkonzept für den Ziel- und Durch­gangsverkehr mit Park & Ride und Verbesserun­gen im ÖPNV soll par­al­lel erar­beit­et wer­den.

Größere Fußgängerzone — Autos in die Parkhäuser

Ziel soll es sein, die Fress­gasse ab dem Bere­ich P5/Q5 bis zur Querung Mark­t­straße sowie die Kun­st­straße vom Parade­platz kom­mend bis zum Ende der Kapuzin­erplanken in Höhe des Quadrates O 6 für den Durch­gangsverkehr zu sper­ren, die dor­ti­gen Park­flächen zu ent­fer­nen und bei­de Straßen zu Fußgänger­zo­nen, die für den Radverkehr freigegeben wer­den, umzuwid­men. Gle­ich­es gilt für alle in diesem genan­nten Bere­ich quer ver­laufend­en Straßen der betrof­fe­nen Quadrate bis zur jew­eils näch­sten Kreuzung.

Neben den notwendi­gen baulichen Maß­nah­men sollen eine intel­li­gente Verkehrss­teuerung und eine Anpas­sung der Tarif­struk­tur in allen Parkhäusern in das Konzept aufgenom­men wer­den. Alle bish­eri­gen und neuen Parkhäuser (u.a. Neubau Sparkasse in D1) bleiben wie bish­er anfahrbar und die Parkhäuser sollen eine umfassende Mod­ernisierung und Dig­i­tal­isierung erfahren. Das Ange­bot an Stell­flächen in den inner­städtis­chen Parkhäusern muss in quan­ti­ta­tiv­er Sicht zumin­d­est gesichert, in Zukun­ft wohl eher aus­ge­baut wer­den.

Darüber hin­aus soll ein Gesamtkonzept zur Verkehrss­teuerung in und um die Innen­stadt erar­beit­et wer­den, damit Ziel- und Durch­gangsverkehr opti­miert wer­den. Diese Konzep­tion zur inner­städtis­chen Verkehrss­teuerung samt der dargestell­ten baulichen Maß­nah­men soll in Abstim­mung mit der Region in ein regionales Verkehrsen­twick­lungskonzept ein­fließen. Dazu braucht es eine gemein­same regionale Verkehrspoli­tik, wie sie die CDU schon im Jahr 2017 gefordert und der Stad­trat Lud­wigshafen beschlossen hat.

Das Ange­bot für Park & Ride Park­plätze soll aus­ge­baut wer­den. Dabei sollen Stan­dorte in Käfer­tal (Franklin) sowie der Frieden­splatz beim Tech­no­se­um für Innen­stadtbe­such­er und die Park­plätze bei der SAP-Are­na für Pendler in Rich­tung Lud­wigshafen mit direk­tem Anschluss an die S‑Bahn geöffnet wer­den.

Für den ÖPNV soll ein geson­dertes Tarif- und Tak­tange­bot geschaf­fen wer­den.

Im Haushalt 2020/21 sowie in der mit­tel­fristi­gen Finanz­pla­nung wer­den die notwendi­gen Pla­nungs- und Finanzmit­tel bere­itgestellt.

Die Umset­zung der Maß­nah­men erfol­gt bis zur Eröff­nung der Bun­des­garten­schau 2023.

Mehr Aufenthaltsqualität — bessere Erreichbarkeit

Mit der Sanierung der Planken, mit der Umwid­mung von Park­plätzen für gas­tronomis­che Nutzung in Kun­st­straße und Fress­gasse sowie mit der Schaf­fung des Fußgänger­bere­ichs in Q6/Q7 hat die Innen­stadt in jüng­ster Ver­gan­gen­heit nach all­ge­mein­er Auf­fas­sung deut­lich an Qual­ität gewon­nen. Der eingeschla­gene Weg sollte kon­se­quent weit­er beschrit­ten wer­den, um die Mannheimer Innen­stadt als Wohnort für viele Tausend Men­schen attrak­tiv und als Top-Han­dels­stan­dort in der Metropol­re­gion Rhein-Neckar an der Spitze zu hal­ten. Das Mannheimer Zen­trenkonzept bringt es auf den Punkt: „Ger­ade die Aufen­thalt­squal­ität des öffentlichen Raumes wird kün­ftig immer mehr über den Besuch ein­er Stadt entschei­den.“

Mehr Leben­squal­ität braucht mehr Raum, der vom fließen­den und ruhen­den Verkehr ausgenom­men ist. Ein attrak­tiv­er Han­dels­stan­dort braucht opti­male Erre­ich­barkeit auf allen Verkehrsträgern. Mehr Aufen­thalt­squal­ität ein­er­seits sowie ander­er­seits eine bequeme, sichere und schnelle Erre­ich­barkeit mit dem Auto, dem ÖPNV, dem Fahrrad oder zu Fuß müssen sich nicht auss­chließen – dafür ste­ht in diesem Antrag das Konzept für „die neue Innen­stadt“.

Verkehrskonzept: Fließender Verkehr

Fress­gasse und Kun­st­straße aut­ofrei

Die Fress­gasse und die Kun­st­straße wer­den östlich der Bre­it­en Straße bis zum Kreuzungs­bere­ich an der Mark­t­straße aut­ofrei. Erlaubt sind Rad­fahrer, Liefer­verkehre zu bes­timmten Zeit­en, die Ein­fahrt der unmit­tel­baren Anlieger sowie Son­derverkehre. Die Sper­rung für den all­ge­meinen Verkehr reicht in der Fress­gasse von Q 5 (Q6/Q7 bleibt vom Ring aus erre­ich­bar und das Abbiegen zum Bauhaus-Parkhaus ist möglich) über die Bre­ite Straße hin­weg bis zur Mark­t­straße (F 2). Die Kun­st­straße wird ab der Bre­it­en Straße bis O 6 (Ende Kapuzin­er­planken) aut­ofrei. Die in diesen Bere­ichen abzweigen­den Seit­en­straßen wer­den eben­falls für den all­ge­meinen Verkehr ges­per­rt (in Ver­längerung der im Zuge der Planken­sanierung noch umzubauen­den Abschnitte zwis­chen den Planken und der Kun­st­straße bzw. Fress­gasse).

Fress­gasse als „Schle­ich­weg“ zur Kurt-Schu­mach­er-Brücke schnell schließen

Wur­den vor zwei Jahren rund 1.500 Durch­fahrten täglich vom Wasser­turm bis zum Jung­busch über die Fress­gasse gezählt, dürften es nach Sper­rung der Hochstraße Süd in Lud­wigshafen nun gut dop­pelt so viele sein. Über Stun­den hin­weg staut sich der Verkehr auf min­destens hal­ber Länge vom Wasser­turm bis zur Bre­it­en Straße. Damit ist wed­er den Aut­o­fahrern auf ihrem Weg nach Lud­wigshafen geholfen noch denen, die zum Einkaufen ein­fahren oder den Händlern, vor deren Türen ein Dauer­stau das Flanieren ver­mi­est – von der Leben­squal­ität der Anwohn­er ganz zu schweigen.

Rad­wege in Fress­gasse und Kun­st­straße, Fußgänger­zo­nen in den Seit­en­straßen

In den genan­nten Straßen wird kein Par­kraum mehr zur Ver­fü­gung gestellt. Für den Liefer­verkehr wer­den Lade­zo­nen ein­gerichtet. Kun­st­straße und Fress­gasse wer­den zur Flanier­meile und erhal­ten jew­eils einen Zweirich­tungsrad­weg. Die Seit­en­straßen wer­den zu Fußgänger­zo­nen umgestal­tet in Ver­längerung der noch zu schaf­fend­en Fußgänger­zo­nen von den Planken aus­ge­hend.

Gesamtkonzep­tion für Ziel- und Durch­gangsverkehr Innen­stadt

Mit der Erweiterung der Fußgänger­bere­iche auf die Kun­st­straße und die Fress­gasse sowie die angren­zen­den Straßen sollen eine Verkehrs­beruhi­gung in Teilen der Innen­stadt und zugle­ich eine Verbesserung des Verkehrs­flusses in und durch die Innen­stadt verbessert wer­den. Dazu muss eine neue Verkehrs­pla­nung die gesamte Verkehr­swege­führung für alle Verkehrsträger in der Innen­stadt neu ord­nen und auf die intel­li­gente Verkehrss­teuerung (siehe unten) abstim­men. Am Prinzip der Ein­bahn­straßen­führung inner­halb der Quadrate soll dabei fest­ge­hal­ten wer­den.

Verkehrskonzept: Ruhender Verkehr

300 Park­plätze von den Straßen in die Parkhäuser

Die weg­fal­l­en­den Park­plätze wer­den prob­lem­los und in räum­lich­er Nähe in den Parkhäusern erset­zt. Mit dem Konzept für den fließen­den Verkehr bleiben alle beste­hen­den Parkhäuser für den Autoverkehr vom Ring aus erre­ich­bar. In das Konzept einzubeziehen sind alle pri­vatwirtschaftlich betriebe­nen Parkhäuser sowie die Parkhäuser der städtis­chen Parkhaus­be­triebe. Deren Aus­las­tung ist bei weit­em nicht opti­mal; in den aller­meis­ten Häusern gibt es deut­liche Reser­ven sowohl in der Gesam­taus­las­tung als auch bei der beson­ders rel­e­van­ten B‑Auslastung tagsüber. Diese Reser­ven soll­ten genutzt wer­den, um die weg­fal­l­en­den Park­plätze an Kun­st­straße, Fress­gasse und den Seit­en­straßen zu kom­pen­sieren. In der Kun­st­straße fall­en rund 50, in der Fress­gasse rund 80 und in den Seit­en­straßen rund 170 Park­plätze weg, in Summe etwa 300 Stück. Diese öffentlichen Park­stände für Bewohn­er wie für Besuch­er kön­nten allein in den städtis­chen Parkhäusern prob­lem­los unterge­bracht wer­den, und Platz wäre dort immer noch mehr als genug.

Anwohn­er­parken in den angren­zen­den Quadrat­en ermöglichen; dort gedulde­ten Par­kraum eben­falls in die Parkhäuser ver­lagern

Die durch diese städte­bauliche Neuord­nung weg­fal­l­en­den Anwohn­er­park­plätze sollen in den angren­zen­den Quadrat­en aus­gewiesen und die dort gedulde­ten Park­flächen im öffentlichen Raum eben­falls in die Parkhäuser ver­lagert wer­den. So sind Autos von Besuch­ern aus Nah und Fern auch in Zukun­ft in den größten Teilen der Mannheimer Innen­stadt willkom­men – sie sollen jedoch schnell und geord­net in die Parkhäuser geleit­et wer­den.

Intel­li­gente Verkehrss­teuerung und Anpas­sung Tar­if­struk­tur in den Parkhäusern

Die geplante, vom Bund geförderte intel­li­gente, dig­i­tale Verkehrslenkung, die in Echtzeit die Dat­en der Parkhäuser in die Nav­i­ga­tion­ssys­teme ein­speist, dabei die Verkehrslage berück­sichtigt und so für eine opti­male Verteilung der Verkehre in die Parkhäuser sor­gen soll, macht „die neue Innen­stadt“ erst rund. Ihre Ein­führung ist pri­or­itär voranzutreiben.

Ein neues Tar­ifkonzept für die städtis­chen Parkhäuser passt die Parkpreise der Aus­las­tung der Parkhäuser an. Die erste halbe Stunde soll für schnelle Besorgun­gen grund­sät­zlich kosten­frei sein. Die wirtschaftlich her­vor­ra­gende Lage der Parkhaus­be­triebe erlaubt dies ohne weit­eres.

Bauliche Maßnahmen

Bauliche Maß­nah­men sind in mehreren Schrit­ten umzuset­zen:

  1. Sper­rung der Fress­gasse von Q 5 bis zur Mark­t­straße: mit Beschilderung schnell und ohne großen Aufwand umzuset­zen
  2. Bau von Rad­we­gen in Fress­gasse und Kun­st­straße und bauliche Verän­derung der bei­den Straßen zur Flanier­meile.
  3. Umbau der Seit­en­straßen zu Fußgänger­zo­nen mit möglichst hohem Grü­nan­teil. 

Kosten: Für den Umbau der Planken-Seit­en­straßen bis zu Fress­gasse und Kun­st­straße sind etwa 4,5 Mil­lio­nen Euro ver­an­schlagt, so dass daraus hochgerech­net mit Kosten von min­destens 5 Mil­lio­nen Euro zu rech­nen ist.

Die Umbaut­en sollen möglichst bis zum Beginn der Bun­des­garten­schau 2023 vol­l­zo­gen sein. 

Zahlen und Fakten

Zuge­lassene Pkw in der Innen­stadt inner­halb des Rings: 7.473.
Entspricht ein­er Dichte von unter 500 Pkw pro 1.000 Haushalte – ein­er der niedrig­sten Werte in ganz Mannheim.

Pri­vate Stellplätze in der Innen­stadt inner­halb des Rings: 7.564.
Das ist eine der höch­sten pri­vat­en Stellplatzdicht­en in ganz Mannheim. Damit sind rech­ner­isch die hier zuge­lasse­nen Pkw unterge­bracht.

Öffentliche Park­stände: 4.731, von denen mit rund 300 Stück lediglich rund 6 Prozent in die Parkhäuser ver­legt wer­den müssten.

Park­gara­gen­plätze (ohne Wasser­turm und Colli­ni-Cen­ter): 6.903.
Bei ein­er durch­schnit­tlichen Aus­las­tung von unter 60 Prozent und bei ein­er durch­schnit­tlichen B‑Auslastung von rund 80 Prozent (mit Unter­schieden bei den einzel­nen Häusern) sind die 300 weg­fal­l­en­den Stellplätze aus Kun­st­straße, Fress­gasse und den angren­zen­den Seit­en­straßen lock­er dort unterzubrin­gen.

Pkw-Durch­fahrten sowie Quell- und Zielverkehr in die östliche Unter- und Ober­stadt:

1.450 über die Fress­gasse vom Wasser­turm bis zur Schu­mach­er-Brücke
890 über die Kun­st­straße von Lud­wigshafen kom­mend zum Wasser­turm

Alles andere sind Quell- und Zielverkehre.