Nach­dem der Beginn der Coro­na-Pan­demie das für den März geplante Pressege­spräch unmöglich gemacht hat­te, lud die CDU Mannheim Nord-Ost die Vertreter der Presse am 10.09.2020 zu einem Gespräch ein. Neben der Vorstel­lung des aus den alten Ortsver­bän­den Käfer­tal und Wald­hof-Garten­stadt her­vorge­gan­genen neuen Ortsver­ban­des Mannheim Nord-Ost standen ins­ge­samt fünf weit­ere The­men zur Debat­te, welche die CDU in den näch­sten Monat­en ins­beson­dere ange­hen will.

“Selb­stver­ständlich wer­den dies nicht die einzi­gen The­men sein, welche uns beschäfti­gen wer­den. Diese sollen aber zunächst einen Schw­er­punkt bilden.” erläuterte der CDU-Vor­sitzende Chris­t­ian Höt­ting. Nach und nach stell­ten die anwe­senden CDU-Vertreter aus bei­den Stadt­bezirken die The­men vor.

Die Wald­höfer CDU-Bezirks­beirätin Hel­ga Schlichter machte sich für eine abges­timmte Pla­nung der Sanierung des Speck­weges und der Umgestal­tung des Taunus­platzes stark. Eine Sanierung des Speck­weges muss drin­gend erfol­gen und solle auf Wald­höfer Gebi­et begin­nen, da dort die Schä­den am größten sind. Mit­denken solle man fern­er den Rad- und Fußgängerverkehr. Ein beson­deres Augen­merk gilt dem Par­kraum. Oft­mals ist der Speck­weg durch die Mitarbeiter/innen von Daim­ler-Benz zugeparkt. Das firmeneigene Parkhaus müsse drin­gend kom­men und bei der Sanierung des Speck­weges sollen Kurzzeit­park­plätze für die Kun­den des dor­ti­gen Einzel­han­dels ange­boten wer­den.

“Die Bevölkerung wartet nun auf die Bebau­ung des Taunus­platzes mit dem Ziel eine Mitte für Wald­hof-West und Ost zu schaf­fen. Der Platz soll Aufen­thalt­squal­ität für die Bevölkerung und Ver­anstal­tungsmöglichkeit­en für die Vere­ine schaf­fen. Dies wurde in Gesprächen immer wieder deut­lich.” appel­liert Hel­ga Schlichter.

Die vorhan­dene Prob­lematik der Kinder­be­treu­ung in Käfer­tal und Wald­hof machte der Käfer­taler Bezirks­beirat Chris­t­ian Höt­ting deut­lich. “Die Defizite — ins­beson­dere auf dem Wald­hof — sind unüberse­hbar. Hier brauchen wir eine Aus­bauof­fen­sive, son­st bekom­men wir keine zufrieden­stel­lende Abdeck­ung im Kinder­garten- und Krip­pen­bere­ich hin.” Damit würde die Stadt ihre eige­nen Ziele ein­er Ver­sorgung von 95 % der Kinder­gartenkinder und 40 % der Krip­penkinder ver­fehlen. Die CDU plädiert daher für die rasche Umset­zung des Baus ein­er Kita auf dem Gelände der ehe­ma­li­gen Theodor-Heuss-Schule. Am besten mit drei anstatt der bish­er im Raume ste­hen­den zwei Grup­pen. Von der bis 2021 avisierten Aus­bau­pla­nung für die Stadt­bezirke erwarte man deut­liche Impulse für Käfer­tal und Wald­hof, denn schließlich gehen durch Pla­nung, Wet­tbe­werb­sver­fahren, Auss­chrei­bung und Bauzeit zu viel Zeit zusät­zlich ins Land.

Beim The­ma Wald­schule wurde man deut­lich: “Hätte man dem CDU-Antrag bei den Haushalts­ber­atun­gen zuges­timmt, bere­its 2020 Pla­nungsmit­tel und 2021/2022 ins­ge­samt 3,5 Mio € für einen Ersatzbau zur Ver­fü­gung zu stellen, dann hätte diese Schule eine klare Per­spek­tive. “Darum war uns als CDU der Vorstoß wichtig, noch in diesem Jahr Mit­tel für die drän­gend­sten Sanierungs- und Erweiterungs­maß­nah­men zur Ver­fü­gung zu stellen.” stellt Stad­trat Chris Rihm fest.

Der Sprech­er der CDU im Bezirks­beirat Käfer­tal, Michael May­er, betonte im Hin­blick auf die BUGA 2023, dass die BUGA zweifel­sohne kom­men wird. Eine kri­tisch-kon­struk­tive Begleitung sei auf der einen Seite eine klare Auf­gabe. Auf der anderen Seite solle man nun aber die Bemühun­gen, die BUGA zu einem Erfolg zu machen, unter­stützen. “Nichts wäre fataler für die Stadt als eine gescheit­erte BUGA.” Die CDU erwartet allerd­ings, dass man auf Fra­gen und Bedenken eben­so ehrlich einge­ht wie auf die Durch­führbarkeit des Zeit­plans und rasch die Fra­gen bezüglich des Verkehrs, der Finanzen und der Ver­anstal­tungskonzepte abschließend klärt. Für eben­so wichtig ist die Klärung der Frage, was nach der BUGA mit dem Gelände geschieht. Daher beste­ht der Wun­sch nach einem regelmäßi­gen Bericht im Bezirks­beirat und eine gesteigerte Öffentlichkeit­sar­beit um eine pos­i­tive Stim­mung zu erzeu­gen.

Bei der Bebau­ung des Spinel­li-Gelän­des bedarf es beim The­ma Verkehr aus Sicht der CDU noch großer Schritte. Der Rad­verkehr muss bess­er und nicht über die viel­be­fahrene Mannheimer Straße erfol­gen. Der Busverkehr muss im 10-Minuten-Takt erfol­gen, son­st ist er für einen Wech­sel vom Auto auf den ÖPNV nicht attrak­tiv genug. Nur einige der noch offe­nen Fra­gen aus Sicht der CDU.

Bezüglich des Carl-Benz-Bades stell­ten Chris­t­ian Höt­ting und Hel­ga Schlichter fest, dass man nun ges­pan­nt auf die Vor­lage des Umset­zungskonzeptes warte. Danach werde man sich inten­siv mit diesem beschäfti­gen. Die Bedarfe müssen abge­bildet sein. Diese sind aus Sicht der CDU Schulschwim­men, Vere­inss­port, Fam­i­lien­fre­undlichkeit und Sauna, alles unter einem Dach. Hier haben die Bürg­er­foren, an denen wir teilgenom­men haben gute Impulse geset­zt und damit eine arbeits­fähige Grund­lage für die anste­hen­den Pla­nun­gen gelegt. Wichtig ist, dass das neue Bad attrak­tiv für Fam­i­lien wird. Ein reines Spaßbad ist aus Sicht der CDU nicht vernün­ftig. Das The­ma Parken für Autos und Fahrräder muss mitgedacht wer­den. “Wir wün­schen uns eine frühzeit­ige Ein­bindung des BBR Wald­hof und der Bürg­er beim weit­eren Prozess.” so Hel­ga Schlichter.

Abschließend äußerten Hel­ga Schlichter und Chris Rihm die Hal­tung der CDU zum Aus­bau der Bah­n­trassen im Bere­ich Wald­hof und Käfer­tal. “Dies ist ein The­ma, welch­es uns auf­grund der Kom­plex­ität noch lange in Atem hal­ten wird. Unsere Hal­tung ist aber klar: Es kann nur um den max­i­malen Lärm­schutz für die Bürg­erin­nen und Bürg­er gehen. Was ander­norts funk­tion­iert, muss auch bei uns funk­tion­ieren.”

 

Bildquelle: Wolf­gang Neu­berth

 

Pressege­spräch der CDU Mannheim Nord-Ost — “Die The­men wer­den uns eher nicht aus­ge­hen…”