Die CDU in der Neckarstadt befasste sich bei ihrem let­zten Stammtisch im Platzhaus mit dem vor eini­gen Tagen geäußerten Vorschlag der Grü­nen, eine Fahrrad­zone in der Lange Röt­ter­straße einzuricht­en. Sie möcht­en den Rad­verkehr zwis­chen Max-Joseph- und Kobell­straße sowie Carl-Benz- und Käfer­taler Straße wie bei ein­er reinen Fahrrad­straße bevorzu­gen. Der Autoverkehr in der Zone wäre grund­sät­zlich nicht erlaubt, wird aber per Zusatzschild geduldet.

„Der Vorschlag ein­er Fahrrad­zone in der Lange Röt­ter­straße ist kein Kom­pro­missvorschlag in der Debat­te um eine Verkehrs­beruhi­gung. Er ist ein weit­er­er Schritt um den Autoverkehr aus dem Stadt­teil her­aus zu drän­gen, der aber nicht nur von den Gewer­be­treiben­den abgelehnt wird“, sagt Chris­t­ian Stalf, der CDU-Vor­sitzende in der Neckarstadt. Die Gewer­be­treiben­den brauchen in der Coro­na-Zeit Unter­stützung und keine weit­eren Stolper­steine durch Verkehrs­beruhi­gun­gen. „Wir sprechen uns deshalb klar gegen die Ein­rich­tung ein­er Fahrrad­zone aus“, meint Chris­t­ian Stalf.

Die CDU-Bezirks­beiräte in der Neckarstadt-Ost, Roswitha Henz-Best und Caner Yildirim, teilen diese Auf­fas­sung. „Die Idee ein­er Fahrrad­zone ist nicht aus­ge­goren. Dabei bleiben viele Fra­gen offen“, find­et Roswitha Henz-Best, die CDU-Sprecherin. Sie fürchtet, dass eine Fahrrad­zone den Autoverkehr aus der Lan­gen Röt­ter­straße in benach­barte Wohn­straßen ver­lagert „Die Aus­brem­sung des inner­städtis­chen Autoverkehrs führt zu mehr Umwe­gen, Lärm und Kohlen­monox­id in der Luft. Das kann nicht im Inter­esse der Grü­nen sein“, so Caner Yildirim. Das derzeit­ige Miteinan­der von Auto- und Rad­fahrer in der Lange Röt­ter­straße hat bish­er funk­tion­iert. Ich sehe die Notwendigkeit ein­er Fahrrad­zone nicht“, ergänzt er.

CDU Neckarstadt lehnt Fahrrad­zone ab