Die Christlich-Demokratis­che Arbeit­nehmer­schaft (CDA) Mannheim ruft dazu auf, sich an dig­i­tal­en Kundge­bun­gen zum Tag der Arbeit zu beteili­gen. „Am 1. Mai demon­stri­eren wir in diesem Jahr wegen Coro­na nicht auf den Straßen, son­dern dig­i­tal im Netz. Trotz­dem ste­hen wir am Tag der Arbeit 2020 zusam­men — dig­i­tal, in den sozialen Net­zw­erken. Wir sind da. Wir sind viele. Und wir demon­stri­eren“, sagte dazu Chris­t­ian Höt­ting, der Vor­sitzende der CDA im Kreisver­band Mannheim.

„Aktuell sehen wir mit Sorge, dass beson­ders Ger­ingver­di­ener unter den Auswirkun­gen der Coro­na-Pan­demie lei­den. Wer ohne­hin nur ein geringes Einkom­men hat, der kann nicht auf 40 Prozent seines Lohnes verzicht­en. Diese Men­schen dür­fen wir nicht im Regen ste­hen lassen.“, erläuterte Chris­t­ian Höt­ting den Schw­er­punkt des Maiaufrufs 2020 der CDA.

„Wer im Einzel­han­del, der Gas­tronomie oder der Logis­tik arbeit­et, hat­te schon vor Coro­na kaum genug zum Leben. Mit einem Kurzarbeit­ergeld in Höhe von 60 oder 67 Prozent des Einkom­mens rutschen viele direkt in die Grund­sicherung. Deshalb hat die CDA ein Min­d­est-Kurzarbeit­ergeld gefordert. Aber auch die nun beschlossene gestaffelte Anhebung des Kurzarbeit­ergeldes auf 80 %, bzw. auf 87 % für Beschäftigte mit Kindern ist ein großer Schritt in die richtige Rich­tung. Wir freuen uns darüber“, führte Chris­t­ian Höt­ting weit­er aus.

In vie­len tar­ifge­bun­de­nen Branchen sei eine Auf­s­tock­ung bere­its durch den Arbeit­ge­ber vorge­se­hen. In Branchen ohne all­ge­mein­verbindlichen Tar­ifver­trag hinge­gen nicht. Hier zeigt sich erneut die Notwendigkeit der Ausweitung von Tar­ifverträ­gen. Auch die Ver­längerung der Bezugs­dauer des Arbeit­slosen­geldes um drei Monate fed­ert zunächst ein­mal einiges ab, da die meis­ten Erwerb­slosen derzeit kaum Chan­cen auf eine neue Anstel­lung haben.

Eine weit­ere gute Nachricht ist der Beschluss des Bun­desk­abi­netts, die Min­destlöhne im Pflege­bere­ich schrit­tweise zu erhöhen, so dass es ab dem 01. Sep­tem­ber 2021 keine region­al unter­schiedlichen Pflege­mindestlöhne mehr gibt. „Hier sind wir aber sich­er noch nicht am Ende der Fah­nen­stange angekom­men. Die Schritte gehen aber in eine richtige Rich­tung.“ so Chris­t­ian Höt­ting. Man sieht, dass die CDU-geführte Bun­desregierung in der Lage und wil­lens ist, dort nachzus­teuern, wo es drin­gend erforder­lich ist und dies auch schnell und flex­i­bel umset­zt.

„Durch die Coro­na-Pan­demie ist das Bewusst­sein für die Wer­tigkeit sozialer Arbeit gestiegen und die Notwendigkeit ein­er Aufw­er­tung dieser Arbeit­splätze liegt klar auf der Hand. Es ist daher erforder­lich, sich weit­er­hin für eine Aufw­er­tung einzuset­zen. Hier gibt es noch Luft nach oben. Die Diskus­sion darf daher jet­zt nicht aufhören. Dies wäre auch im Sinne von Nor­bert Blüm, dem langjähri­gen Bun­desvor­sitzen­den der CDU und lei­den­schaftlichen Sozialpoli­tik­er, welch­er heute lei­der ver­stor­ben ist.“

CDA: Aufruf zum 1. Mai – Soziale Berufe aufw­erten!