„Die Vielfalt der The­men in der Neckarstadt ist immer wieder eine Über­raschung“. Dieses Faz­it zogen Mit­glieder der CDU Neckarstadt bei ein­er Ver­anstal­tung im Platzhaus auf dem Alten Mess­platz. Dort war Michael Grötsch, Bürg­er­meis­ter für Wirtschaft, Soziales und Kul­tur der Stadt Mannheim, zu Gast. Die the­ma­tis­che Band­bre­ite seines Zuständigkeits­bere­ichs spiegelte sich auch in den besproch­enen The­men wider.

Bürg­er­meis­ter Michael Grötsch informierte die Anwe­senden unter anderem über aktuelle Entwick­lun­gen in der Kul­tur­poli­tik. Die derzeit­ige Diskus­sion um die Höhe der Finanzmit­tel für die freie Kul­turszene spielte dabei auch in der Neckarstadt eine Rolle. Ein großer Gewinn für den Stadt­teil sei das Marchivum in der Neckarstadt-West. „Das neue Stadtarchiv ist ein echt­es Pfund“, meinte Michael Grötsch. Ein Erfolg, der mit der CDU in Mannheim möglich wurde.

Die Zukun­ft des Muse­umss­chiffs am Neckar lenk­te die Diskus­sion auf die Zukun­ft der Südlichen Platzhälfte. „Wir fordern seit langem die Ansied­lung ein­er dauer­haften Ein­rich­tung, die eine große Ausstrahlungswirkung über die Neckarstadt hin­aus hat“, sagte Chris­t­ian Stalf, Ortsvor­sitzen­der der CDU Neckarstadt. „Daher haben wir auch für das angedachte ´Haus der deutschen Sprache´ an diesem Stan­dort große Sym­pa­thien“, so Stalf weit­er.

Die dauer­hafte Finanzierung des Gebäudes muss aber vor­ab gek­lärt wer­den. „Es wäre kri­tisch für das Vorhaben, wenn die Stadt auf Dauer die kom­plet­ten Unter­hal­tungskosten tra­gen müsste“, blick­te Chris­t­ian Stalf in die Zukun­ft. Das Sprach­mu­se­um hat aus Sicht der CDU Vor­rang vor tem­porären Kul­tur­ange­boten auf dem Mess­platz. „Die Feste dort führen auch zu ein­er großen Lärm­be­las­tung für die Men­schen“, fand Anwohner­in Melanie Lauber.

Im Gespräch mit Bürg­er­meis­ter Michael Grötsch beschäftigte auch die Verkehrs- und Wirtschaft­spoli­tik die Christ­demokrat­en. Die CDU-Bezirks­beiratssprecherin der Neckarstadt-Ost, Roswitha Henz-Best, hält die Ein­rich­tung eines Auto­hofes am Stad­trand für drin­gend geboten. „Die LKW-Park­si­t­u­a­tion auf dem eigentlich für PkW vorge­se­henen Park­platz vor dem Her­zo­gen­ried­bad und ent­lang der angren­zen­den Straßen bedeutet mit all ihren Begleit­er­schei­n­un­gen eine erhe­bliche Belas­tung für die Anwohn­er und Besuch­er von Park, Bad und Ver­anstal­tun­gen. Auch wenn der Bund für die Ein­rich­tung von Auto­höfen zuständig ist, so ist den­noch die Stadt im Inter­esse ihrer Bürg­er in der Pflicht, mit dem Bund eine Lösung für einen Stan­dort eines Auto­hofs zu find­en“, ergänzte Roswitha Henz-Best.

Die Anwe­senden erteil­ten den Plä­nen für eine Verkehrs­beruhi­gung der Lan­gen Röt­ter­straße zu Las­ten der dor­ti­gen Geschäfte erneut eine klare Abfuhr. Caner Yildirim erk­lärte. „Wir müssen das lokale Gewerbe fördern, weil es eine wesentliche Grund­lage für einen lebendi­gen Stadt­teil bildet und auch die Nahver­sorgung der Anwohn­er gewährleis­tet. Auch ist zu bedenken, dass der Verkehr dann auf andere Straßen auswe­icht. Pläne für eine Verkehrs­beruhi­gung in diesem Bere­ich sind daher nicht nachvol­lziehbar“, fand der Bezirks­beirat.

Bild (CDU Neckarstadt):

Die besproch­enen The­men bei der CDU waren so vielfältig wie die Kun­st im Hin­ter­grund: Melanie Lauber, Bürg­er­meis­ter Michael Grötsch, Roswitha Henz-Best, Chris­t­ian Stalf und Caner Yildirim sprachen darüber (v.l.n.r.).

Stadt und Bund beim Auto­hof in der Pflicht