Am 19. Jan­u­ar 2019 durfte der CDU-Ortsver­band Rheinau/Pfingstberg auf seinem tra­di­tionellen Neu­jahrsemp­fang, dem „Neu­jahrskaf­fee“, eine ganz beson­dere Fes­tred­ner­in begrüßen: Kul­tus­min­is­terin Dr. Susanne Eisen­mann.

Die 55-jährige ehe­ma­lige Präsi­dentin der Kul­tus­min­is­terkon­ferenz und CDU-Spitzenkan­di­datin für die Land­tagswahl 2021 ist seit 2016 Min­is­terin für Bil­dung, Jugend und Sport. Zuvor war sie elf Jahre Bürg­er­meis­terin für Kul­tur, Bil­dung und Sport der Lan­deshaupt­stadt Stuttgart; von 1991 bis 2005 war sie Bürolei­t­erin von Gün­ther H. Oet­tinger.

Nach ein­er kurzen Begrüßung durch den Ortsvor­sitzen­den Dr. Christoph Ham­busch und einem Gruß­wort unseres Bun­destagsab­ge­ord­neten und CDU-Kreisvor­sitzen­den Niko­las Löbel, ergriff die Min­is­terin das Wort.

In Ihrer Fes­trede ging sie keineswegs nur auf die Bil­dungspoli­tik ein. Ein zen­trales The­ma war auch die Umwelt­poli­tik und die „Fri­days for future“-Bewegung. Sie sei selb­stver­ständlich keineswegs dage­gen, dass Schüler für Ihre Belange und Anliegen auf die Straße gin­gen, denn, so Eisen­mann, das Ein­treten für die Schöp­fung sei ein urchristlich­es Anliegen. Jedoch soll diese nicht unbe­d­ingt während des Unter­richts geschehen. Für diese Aus­sage ern­tete die Min­is­terin Beifall von den zahlre­ich anwe­senden Schulleit­ern. Scharf kri­tisierte sie den verunglück­ten Gag des WDR, dessen Mitar­beit­er bekan­ntlich das Kinder­lied „meine Oma fährt im Hüh­n­er­stall Motor­rad“ umgeschrieben und diese dort als „Umwelt­sau“ beze­ich­net haben. Darauf reagierte die Min­is­terin sehr ärg­er­lich und stellte klar, dass ihre Oma keine Umwelt­sau war und kam bei dieser Gele­gen­heit auf die verän­derten Lebens­ge­wohn­heit­en zu sprechen. So habe ihre Oma noch Sock­en gestopft, statt jene wegzuschmeißen.

Umwelt­poli­tik, Bil­dungspoli­tik, Fra­gen der Dig­i­tal­isierung: Bei Ihrer Fes­trede zeigt sie viel Bürg­ernähe und ver­stand es, auch kom­plizierte The­men für die Men­schen greif­bar darzule­gen — die besten Voraus­set­zun­gen also für eine kün­ftige Lan­desmut­ter.

Nach ein­er ein­stündi­gen Rede stand die Min­is­terin, auch das hat Tra­di­tion auf dem Neu­jahrskaf­fee, für Fra­gen aus der Bürg­er­schaft zur Ver­fü­gung und ver­fol­gte im Anschluss an die Fragerunde die satirische Videoshow von CDU-Bezirks­beirat Wolf­gang Göck. Der Jahres­rück­blick kam beim Pub­likum bestens an.

Der Gemein­de­saal der Evan­ge­lis­chen Ver­söh­nungs­ge­meinde war während der gesamten Ver­anstal­tung bestens gefüllt. Unter den Ehrengästen waren z.B. der Erste Bürg­er­meis­ter der Stadt Mannheim, Herr Chris­t­ian Specht, Polizeipräsi­dent Andreas Stenger und viele Schulleit­er und Vere­insvor­sitzende (nicht nur von der Rhein­au).  Zum Schluss mussten gar Stüh­le von der Seite an die Tis­che gestellt wer­den, um allen Inter­essierten Platz zu bieten.

Für das leib­liche Wohl war wieder mit selb­st geback­e­nen Kuchen, der jedes Jahr von Mit­gliedern des Ortsvor­standes gespendet wird, und reich­lich Kaf­fee bestens gesorgt.

CDU-Ortsver­band Rheinau/Pfingstberg: Tra­di­tionelles Neu­jahrskaf­fee mit Kul­tus­min­is­terin Dr. Susanne Eisen­mann