Alexan­der Fleck, Dr. Carsten Lin­ne­mann, Wolf­gang Guck­ert

1979 lud die Mit­tel­stands- und Wirtschaftsvere­ini­gung Mannheim das erste Mal zum Kurpfälz­er Früh­schop­pen des Mit­tel­standes ein. Seit­dem begeis­terten zahlre­iche Fes­tred­ner aus Wirtschaft und Poli­tik das wirtschaft­spoli­tisch inter­essierte Pub­likum im Festzelt auf dem Mannheimer Maimarkt.

In diesem Jahr präsen­tierte der Mannheimer MIT Kreisvor­sitzende Alexan­der Fleck eine „ganz beson­dere Per­sön­lichkeit“ als Fes­tred­ner.

Diese Tra­di­tion fort­set­zend kam näm­lich der CDU-Wirtschaft­sex­perte und Bun­desvor­sitzende der MIT Deutsch­lands, Dr. Carsten Lin­ne­mann, nach Mannheim. Mit sein­er Fes­trede unter der Über­schrift „Zukun­ft von Mit­tel­stand und Handw­erk — Sekt oder Sel­ters?“ ban­nte er die anwe­senden 1500 Gäste mit seinem bun­ten Blu­men­strauß an wirtschaft­spoli­tis­chen The­men und sprach hier­bei vie­len Vertretern von Mit­tel­stand und Wirtschaft aus der Seele.

Ger­ade in Zeit­en, in denen ein poli­tis­ch­er Wet­tbe­wer­ber wieder Sozial­is­mus-Gedanken im Sinne von DDR 2.0 forciert, beze­ich­nete Lin­ne­mann den Mit­tel­stand als Rück­grat der deutschen Wirtschaft. Lin­ne­mann bekan­nte sich zur Meis­terpflicht, aber auch zu einem Fachkräfte-Ein­wan­derungs­ge­setz als sin­nvolle Gegen­maß­nahme zum bere­its einge­trete­nen Fachkräfte­man­gel, der bere­its in den Betrieben angekom­men sei.

Der CDU-Poli­tik­er mah­nte aber auch an, dass der Staat ver­lässlich­er Part­ner der Wirtschaft sein müsse. Es könne nicht sein, dass der Mit­tel­stand Regeln ein­hal­ten müsse und der EU-Ver­trag von Maas­tricht von staatlich­er Seite aus ständig gebrochen wer­den. Daher sei die Rechtsstaatlichkeit unab­d­ing­bare Voraus­set­zung für eine funk­tion­ierende Mark­twirtschaft.

Ein weit­er­er wichtiger Punkt war die Notwendigkeit der Ver­ringerung von Arbeit­skosten in Deutsch­land. Steuern müssten gesenkt und der Soli gle­ich ganz abgeschafft wer­den. Eben­so dürfe man Handw­erks­be­triebe nicht schlechter behan­deln wie Kap­i­talge­sellschaften. Lin­ne­mann forderte daher die Angle­ichung auf eine 25%-Besteuerung.

Beim anschließen­den Rundgang durch die Ausstel­lun­gen kam Lin­ne­mann auch mit Vertretern des örtlichen Handw­erks ins Gespräch.

Alexan­der Fleck, alexander-fleck@t-online.de,

www.mit-mannheim.de

41. Kurpfälz­er Früh­schop­pen des Mit­tel­standes auf dem Mannheimer Maimarkt: Zukun­ft von Mit­tel­stand und Handw­erk — Sekt oder Sel­ters?