„Drohnen“ – mit diesem Wort verbinden sich unter­schiedliche Vorstel­lun­gen. Zunächst wird der Betra­chter sicher­lich an die umstrit­te­nen Ein­satzmöglichkeit­en der unbe­man­nten Flu­gob­jek­te im mil­itärischen Bere­ich oder zur Ter­ror­bekämp­fung denken. Die Kat­a­loge zahlre­ich­er Elek­tro­han­dels­ket­ten preisen hinge­gen die hub­schrauberähn­lichen Luft­fahrzeuge als Spielzeug für große und kleine Kinder an.

Eine wesentlich sin­nvollere Ver­wen­dung kann den Drohnen allerd­ings im Ein­satz für den Umweltschutz attestiert wer­den. Aus­gerüstet mit Wärme­bild­kam­eras wer­den diese als fliegende Helfer bei der Kitzret­tung einge­set­zt.

Bei Mähar­beit­en find­en bis zu 100 000 Rehk­itze jährlich in Deutsch­land den Tod, da sie von den Mäh­maschi­nen erfasst wer­den. Durch den Ein­satz der fliegen­den Leben­sret­ter kann den Tieren dieser grausame Tod erspart wer­den.

Vor Ort informierten sich Vor­stand und Mit­glieder der MIT Mannheim bei Land­wirt Wilken Mam­pel, stel­lvertre­tender MIT-Kreisvor­sitzen­der, über den leben­sret­ten­den Ein­satz auf seinem land­wirtschaftlichen Anwe­sen im Mannheimer Nor­den.

Am frühen Mor­gen, wenn die Tem­per­a­turen noch angenehm kühl sind, startet Mam­pel die orange­far­bene Drohne über seinen Wiesen. Im Vor­bei­flug wer­den von der Wärme­bild­kam­era jegliche Tem­per­atu­run­ter­schiede aufgeze­ich­net und an die Basis­sta­tion weit­ergeleit­et. Die Drohne kann so Rehe ohne weit­eres auf­spüren, da sie sich mit ein­er Kör­pertem­per­atur von 39 Grad Cel­sius deut­lich von der küh­leren Umge­bung abset­zen.

Mit den gesam­melten Infor­ma­tio­nen erken­nt Mam­pel, ob sich ein Reh im hohen Gras vor Fein­den ver­steckt hat, bevor er mit seinen Mähar­beit­en begin­nt. Wird ein Jungti­er gefun­den, so informiert er die Jäger, die das Reh liebevoll mit Gras umfassen und es aus der Gefahren­zone brin­gen. Das Leben des Tieres ist gerettet!

Deshalb hat Mam­pel gerne die Mühen auf sich genom­men, die behördlichen Genehmi­gun­gen einge­holt und die preis­in­ten­sive Drohne angeschafft, um so seinen Beitrag zum Tier­schutz zu leis­ten.

„Kleine und mit­tel­ständis­che Betriebe sind nicht nur der Motor unser­er Wirtschaft“, so der Kreisvor­sitzende der Mannheimer MIT Alexan­der Fleck. „Sie gehen auch vor­bildlich in Sachen Kli­ma, Umwelt- und Tier­schutz voran. Hier­von kön­nten sich Großun­ternehmen, die unsere Umwelt mas­siv mit ihrem Schmutz belas­ten, dur­chaus eine Scheibe abschnei­den.“

Alexan­der Fleck, alexander-fleck@t‑online.de,

www.mit-mannheim.de

MIT uns für den Umweltschutz — Drohnen zur Kitzret­tung