8 Tage, 16 Ter­mine, 32 Grad im Schat­ten: Meine erste Som­mer­tour als direkt gewählter Mannheimer Bun­destagsab­ge­ord­neter hat ihrem Namen alle Ehre gemacht, denn erstens ist dieser Som­mer ein richtiger Som­mer, und zweit­ens waren meine Gespräche, Ver­anstal­tun­gen und Unternehmens­be­suche im Laufe ein­er guten Woche so über die Stadt verteilt, dass eine richtige Tour de Mannheim daraus wurde. Die The­men waren vielfältig – von A wie Automa­tisierung in der Indus­trie bis Z wie Zula­gen für Erzieherin­nen und Erzieher an Kindertagesstät­ten. Hier der Kurzbericht:

Schw­er­punkt Kinder- und Jugen­dar­beit

Ein Schw­er­punkt mein­er Som­mer­tour lag auf der Poli­tik für Kinder und Jugendliche. Mit der freien Jugend­hil­feein­rich­tung Free­zone, dem städtis­chen Jugendtr­e­ff Erlen­hof und dem Vere­in Jugendthe­ater­gruppe Mannheim 2016 e.V. besuchte ich drei Ein­rich­tun­gen, die auf ganz unter­schiedliche Weise junge Men­schen fördern, ein­binden und unter­stützen. Free­zone in Träger­schaft des Johann-Peter-Hebel-Heimes gibt jun­gen Leuten Wärme – physikalis­che wie men­schliche Wärme, oder anders gesagt: Jugendliche und Her­anwach­sende, die aus unter­schiedlich­sten Grün­den aus der Bahn ger­at­en sind, bekom­men bei Free­zone in der „Fils­bach“, einem Teil der Mannheimer Quadrate, sowohl ein Obdach als auch Hil­fe – und in mit­tler­weile fast 40 Fällen sog­ar einen Schu­la­b­schluss, wo dies eigentlich nicht mehr schaff­bar schien. Wichtig für eine Fort­set­zung der erfol­gre­ichen Arbeit ist der Zuschuss der Stadt Mannheim – ich werde das im Blick behal­ten.

Das Jugend­haus Erlen­hof ist ein „Klas­sik­er“ unter den Jugen­dein­rich­tun­gen in Mannheim. Beliebt und bewährt, aber nicht ohne neue Her­aus­forderun­gen durch andere Klien­tel und Verän­derun­gen im Umfeld. Toll ist der Aben­teuer­spielplatz, 1954 als erster sein­er Art am Rande der Erlen­hof­sied­lung in der Neckarstadt gebaut. Das Jugendthe­ater Mannheim 2016 e.V. ist nicht nur ein junger Vere­in, son­dern eine junge Truppe, die The­ater für junge Men­schen macht: zum Nach­denken, zum Wachrüt­teln, zum Darüberre­den, zum Mit­machen. Sie gehen an Schulen damit, und ganz neben­bei wird auch noch an Berufs­bilder wir Büh­nen- oder Ton­tech­niker herange­führt. Eine tolle Sache, und so habe ich gerne die erste Schirmherrschaft des Vere­ins für ein Jahr über­nom­men. Am 22. Sep­tem­ber ist Pre­miere des neuen Stücks „Anna und Zef“ – Infos unter: https://www.jugendtheater-mannheim.de/termine/

Ein The­ma, das mir am Herzen liegt, ist die Betreu­ung von Kindern in Mannheim. Die Stadt hat auf Drän­gen der CDU-Frak­tion im Gemein­der­at in den ver­gan­gen Jahren die Betreu­ungsquoten in der Kindertages­be­treu­ung kon­tinuier­lich verbessert; nun fol­gt ein 30-Mil­lio­nen-Euro-Aus­baupro­gramm, das in den kom­menden Jahren mehrere Hun­dert Betreu­ungsplätze in Kinderkrip­pen und Kindergärten im ganzen Stadt­ge­bi­et schaf­fen wird. Auf Antrag der CDU hat Mannheim den Regelplatz in den Kindergärten kosten­frei gestellt; ab 2018 greift die Regelung für das zweite Kinder­garten­jahre, ab 2019 für das erste; das dritte ist bere­its kosten­los. Eines fällt beim The­ma Kinder­be­treu­ung indes gerne hin­ten runter: die Belange der Erzieherin­nen und Erzieher. Sie haben eine ver­ant­wor­tungsvolle Auf­gabe, und um ihre Arbeit gut machen zu kön­nen, müssen wir an eini­gen Stellschrauben drehen. Bei einem Gespräch mit Erzieherin­nen unter­schiedlich­er Ein­rich­tun­gen habe ich mich über das Berufs­bild, die Aus­bil­dung, die täglichen Her­aus­forderun­gen in den Kindertage­sein­rich­tun­gen, über Qual­ität in der Erziehungsar­beit, über die kleinen und großen Sor­gen der Erzieherin­nen aus erster Hand informiert. Solche Gespräche hin­ter ver­schlossen­er Tür, ohne Presse und Face­book-Posts, mögen vielle­icht nicht öffentlichkeitswirk­sam sein. Aber sie sind sehr wichtig für meine poli­tis­che Arbeit in Mannheim und in Berlin.

Besuch beim Jugend­haus Erlen­hof
Besuch bei der Jugendthe­ater­gruppe Mannheim 2016 e.V.
Besuch bei der Jugend­hil­feein­rich­tung Free­zone

 

 

 

 

 

 

 

 

Indus­trie in Mannheim: Inno­va­tion und Arbeit­splätze

Schw­er­punkt mein­er Unternehmens­be­suche war die Indus­trie. Ich wollte dahin, wo pro­duziert wird, und das hab ich dann auch bekom­men – etwas mehr sog­ar, als mir lieb war. In einem der ältesten Unternehmen Mannheims, der Mut­terkonz­ern in Frankre­ich ist sog­ar eines der ältesten der Welt, habe ich die Pro­duk­tion von Guss­glas haut­nah erleben dür­fen. Draußen 32 Grad, drin­nen an manchen Stellen fast das Dop­pelte. Das Hemd war zum Wech­seln danach, aber dafür habe ich bei Saint-Gob­ain, der guten, alten „Spiegelfab­rik“, wie die Mannheimer heute noch sagen, inter­es­sante Ein­blicke erhal­ten und auch die weit­ere Entwick­lung des Stan­dorts zwis­chen Luzen­berg und Wald­hof-West besprochen.

Weit­ere Unternehmens­be­suche führten mich unter anderem zu Unilever auf die Rhein­au und zu Coca-Cola. Der Getränke­hersteller hat den Stan­dort Mannheim in den ver­gan­genen Jahren mas­siv aus­ge­baut, so dass er heute zu den Top 5 in Deutsch­land zählt – weit­ere Investi­tio­nen sollen fol­gen. Die neue Abfül­lan­lage im Stadt­teil Vogel­stang schafft 60.000 Flaschen in der Stunde. Dimen­sio­nen, die man sich nur schw­er vorstellen kann. Die Tech­nik: made in Ger­many. Die Men­schen: Fachkräfte aus der Metropol­re­gion Rhein-Neckar. Das Rezept: Immer noch geheim, da bin auch ich nicht weit­ergekom­men. Was mir per­sön­lich gefall­en hat: der Erfolg zuck­er­freier und zuck­erre­duziert­er Getränke. Auch Glob­al Play­er bewe­gen sich – und wie!

Besuch bei der Saint-Gob­ain Glass Deutsch­land GmbH
Besuch bei Coca-Cola

 

 

 

 

 

 

 

Viele Gespräche, viele Begeg­nun­gen, viel Input

Die Som­mer­tour brachte viele schöne Begeg­nun­gen mit vie­len Men­schen in ihrem Beruf, in ihrer Freizeit, in ihrem Hob­by, in ihrem Ehre­namt. Ob an Infos­tän­den auf den Wochen­märk­ten, beim abendlichen Grillen auf der som­mer­lich-belebten Neckar­wiese mit mehr als 30 Gästen, beim frauen­poli­tis­chen „Ladies Lunch“ mit der Frauen-Union und der Stu­di­olei­t­erin des SWR Mannheim–Ludwigshafen oder bei etlichen weit­eren unge­nan­nten Ter­mi­nen und Ver­anstal­tun­gen: Mein Mot­to „Aus Mannheim. Für Mannheim“ kann ich nur mit Leben füllen, wenn die Mannheimerin­nen und Mannheimer mit­machen, wenn sie mit mir sprechen, mich informieren, mir gegenübertreten, mich ansprechen. Danke dafür!

“Ladies Lunch” mit Dag­mar Schmidt, SWR
“Grill den Löbel” auf der Neckar­wiese

 

Som­mer­tour 2018: Mannheim von Nord nach Süd und von A bis Z