Gute Beteili­gung beim CDU-Bürg­erge­spräch

Wo sollen die Besuch­er des Neubauge­bi­etes parken? Was passiert mit der Kanal­i­sa­tion in Käfer­tal-Süd? Wie soll ein schlüs­siges Schulkonzept ausse­hen? Diese und viele weit­ere Fra­gen taucht­en in ein­er außergewöhn­lich inten­siv­en Diskus­sion beim Bürg­erge­spräch der CDU Käfer­tal zur geplanten Bebau­ung auf Spinel­li auf. Ein deut­lich­er Beleg dafür, dass man aus der Bürg­er­schaft her­aus berechtigter­weise Antworten auf die offe­nen Fra­gen von Seit­en der Stadt erwartet. Bevor mit Beschlüssen Fak­ten geschaf­fen wer­den.

Stad­trat Kon­rad Schlichter erläutert das Gesamtkonzept

 

Stad­trat Kon­rad Schlichter gab den knapp 70 anwe­senden Bürg­erin­nen und Bürg­ern eine kurze Ein­führung in die The­matik und erläuterte, welchen Zwän­gen die Stadt beim Kauf der Grund­stücke vom Bund unter­wor­fen ist und nan­nte die Eck­dat­en zur Entwick­lung des Grünzuges, der BUGA und des Woh­nungs­baus. Bere­its hier gab es die ersten Fra­gen nach den Park­plätzen der BUGA und der Lenkung der Verkehrsströme.

Auf den wichti­gen Aspekt der Klimagutacht­en ging CDU-Bezirks­beirat Georg Her­rmann ein. Er stellte her­aus, dass im Klimagutacht­en 2013 eine Bebau­ung mit max­i­mal 3–4 Stock­w­erken emp­fohlen wird. Dies ste­ht im Gegen­satz zu den Pla­nun­gen der Stadt, was für Unmut bei den derzeit­i­gen Anwohn­ern führt, die sich durch noch höhere Gebäude­pla­nun­gen „zuge­mauert“ fühlen. Es wurde die grundle­gende Frage von mehreren Bürg­ern in den Raum gestellt, warum man nicht mehr Ein­fam­i­lien­häuser plane. Eine Forderung, welche auch die CDU erhoben hat­te.

Bezirks­beiräte Michael May­er und Georg Her­rmann

Auch die Pla­nung ein­er Straßen­bahn­lin­ie durch den Bäck­er­weg wurde von vie­len eben­so kri­tisch gese­hen, wie ein bish­er fehlen­des schlüs­siges Verkehrskonzept. Hier­auf gin­gen Stad­trat Kon­rad Schlichter und Bezirks­beirat Michael May­er ins­beson­dere ein. Für die CDU sei klar, dass man ein­er Pla­nung nur zus­tim­men kann, in welch­er auch die zukün­ftig anwach­senden Verkehrsströme schlüs­sig und klar berück­sichtigt wer­den. Eine Reduzierung des Stellplatzschlüs­sels wird klar abgelehnt, auch wenn man alter­na­tive Verkehrs­for­men und den ÖPNV gerne fördern und aus­bauen will. Aber derzeit gebe es nun ein­mal noch viele Autos und diesem Umstand muss Rech­nung getra­gen wer­den.

Chris Rihm erläuterte die Posi­tion­ierung der CDU zur Schulin­fra­struk­tur und ins­beson­dere die aus CDU-Sicht zwin­gend notwendi­ge Schaf­fung ein­er weit­er­führen­den Schule auf Käfer­taler Gemarkung.

Als per­spek­tivisch bald zweit­größter Mannheime Stadt­teil forderte er im Namen der CDU Käfer­tal die Neuer­rich­tung eines Schulzen­trums oder ein­er weit­er­führen­den Schule vor Ort. Ggf. müsse man sich auch Gedanken über eine Ver­lagerung des Geschwis­ter-Scholl-Schulzen­trums machen, so Rihm.

In der anschließen­den Diskus­sion hat­te der Mod­er­a­tor Chris Rihm alle Hände voll zu tun um die vie­len Fra­gen aufzunehmen, Antworten und Anre­gun­gen zu struk­turi­eren. Aber es war ein guter und inten­siv­er Aus­tausch, von dem die CDU viel mit­nimmt und sich in vie­len Punk­ten auch bestätigt sieht.

Zusam­men­fassen kann man die Bedenken der Bürg­er so: Es sollen mit den Pla­nun­gen Fak­ten geschaf­fen wer­den und kein­er macht sich Gedanken zu den Auswirkun­gen. Am Ende gibt es eine Menge ungelöster Prob­leme im Bere­ich Verkehr, Kanal­i­sa­tion, Schule, etc. mit denen man dann leben müsse. Man wün­sche sich von Seit­en der Stadt mehr Infor­ma­tio­nen, Gehör und eine inten­sive Begleitung während des Pla­nung­sprozess­es.

Bürg­erge­spräch der CDU Käfer­tal: Wohn­be­bau­ung auf Spinel­li mobil­isiert die Käfer­taler Bürg­erin­nen und Bürg­er