Anfang des 20. Jahrhun­derts grün­dete Josef Kuhn den Fam­i­lien­be­trieb „Kartof­fel Kuhn“. Zu Beginn fuhr er die Knollen noch per­sön­lich mit dem Pfer­dewa­gen aus. Seit­dem ist viel geschehen. Der Betrieb, der heute in der vierten Gen­er­a­tion geführt wird, expandierte. Aus dem reinen Anbaube­trieb wurde ein Han­dels- und Ver­pack­ungs­be­trieb und beliefert zahlre­iche Han­dels­ket­ten mit Kartof­feln und Zwiebeln.

Lange Jahre war das Unternehmen auf dem Mannheimer Groß­markt ange­siedelt. Dort wurde es jedoch zu eng und so wurde nach 8-jähriger Pla­nungs- und Bauzeit im April 2016 das neue Dom­izil in Franken­thal bezo­gen. Hier ent­stand das mod­ern­ste Kartof­fel­lager Europas. So wer­den z.B. die angeliefer­ten „Grum­beeren“ videoun­ter­stützt nach Gewicht und Größe sortiert und com­put­erges­teuert direkt nach Kun­den­wun­sch kon­fek­tion­iert. Ein weit­er­er Vorteil des neuen Stan­dortes ist die direk­te Anbindung an die Auto­bahn.

100 Mitar­beit­er tra­gen sorge dafür, dass rund 70 000 Ton­nen Kartof­feln und Zwiebeln hier jährlich gewaschen, sortiert und ver­packt wer­den, die nicht nur aus der Pfalz, son­dern z.B. auch aus Zypern und Israel bezo­gen wer­den. Beim gemein­samen Rundgang gewährte der Senior-Chef Hans-Josef Michels stolz Ein­blick in alle Bere­iche seines Kartof­fel-Imperi­ums.

„Es ist äußerst bedauer­lich, dass die Fa. Kartof­fel Kuhn nach langer Zeit Mannheim ver­lassen hat“, so der MIT Kreisvor­sitzende Alexan­der Fleck. „Wie bere­its bei anderen großen Unternehmen hat es die städtis­che Wirtschafts­förderung ver­säumt, attrak­tive Flächen zu präsen­tieren, um so den Weg­gang des Unternehmens und damit von Arbeit­splätzen zu ver­hin­dern. Hier müssen die Ver­ant­wortlichen endlich aufwachen und aktiv wer­den, damit wir nicht noch andere Fir­men und deren Steuere­in­nah­men ver­lieren“, mah­nt Fleck.

Alexan­der Fleck

www.mit-mannheim.de

Kartof­fel, Grum­beere oder doch Erdapfel? Betrieb­s­besich­ti­gung der CDU Feu­den­heim und der MIT Mannheim bei Kartof­fel Kuhn