Foto: Markus Pross­witz

Über ein beson­deres Jubiläum durfte sich die MIT Mannheim dieses Jahr freuen. Zum 40. Mal richtete sie den Kurpfälz­er Früh­schop­pen des Mit­tel­standes auf dem Mannheimer Maimarkt aus. „Wer hätte 1979 gedacht, als der Kurpfälz­er Früh­schop­pen von der Mit­tel­stands- und Wirtschaftsvere­ini­gung Mannheim ins Leben gerufen wurde, dass dieses Ver­anstal­tungs­for­mat so lange erfol­gre­ich Bestand haben wird“, unter­strich der MIT Kreisvor­sitzende Alexan­der Fleck seine Freude. „Hier­auf dür­fen wir stolz sein.“

Als eine wichtige Säule der Ver­anstal­tung beze­ich­nete Fleck die her­aus­ra­gen­den Red­ner, die die MIT immer wieder für diese Ver­anstal­tung gewin­nen kon­nte, so war z.B. der Kan­zler der Ein­heit, Dr. Hel­mut Kohl, ins­ge­samt drei Mal zu Gast. Aber auch andere Polit­größen wie z.B. Peter Alt­maier, Lothar Späth, Bern­hard Vogel, Kurt H. Biedenkopf, Heinz Riesen­hu­ber, Erwin Teufel, Klaus Töpfer, Hein­er Geisler, Erwin Vet­ter, Ger­hard Stratthaus und Gün­ther Oet­tinger zählten zu den Fes­tred­nern.

In diesem Jahr nahm Bun­des­ge­sund­heitsmin­is­ter Jens Spahn den Weg von Berlin ins Herz der Kurp­falz auf sich, um sich in bewährter Weise dem The­ma Mit­tel­stand anzunehmen. Seine Rede unter der Über­schrift „Per­spek­tive Zukun­ft – wie Deutsch­land wirtschaftlich stark bleibt“ fand bere­its im Vor­feld großes Inter­esse und zog 1.800 Zuhör­er ins Festzelt auf dem Mannheimer Maimarkt – ein neuer Zuschauer­reko­rd.

Spahn span­nt einen weit­en Bogen und fordert Steuer­erle­ichterun­gen, Investi­tio­nen in die Infra­struk­tur, Abbau von Über­reg­ulierun­gen beim Daten­schutz und Pla­nungsrecht. Im Geiste der sozialen Mark­twirtschaft unter­stre­icht Spahn, dass sich Leis­tung wieder lohnen müsse. „Etwas mehr Lud­wig Erhard und dafür weniger Karl-Marx-Fest­spiele“ emp­fiehlt er den Linken in Deutsch­land zur pro­gram­ma­tis­chen Verbesserung deren Aus­rich­tung.

Spahn kri­tisierte auch die Fix­ierung vor allem der Eltern auf das Abitur sowie Studi­um und the­ma­tisierte auch den Fachkräfte­man­gel in Deutsch­land. Er forderte zur Entschär­fung der Prob­lematik die Aufwe­ichung der star­ren Arbeit­szeitregelun­gen für ältere Mitar­beit­er, sofern diese auf Frei­willigkeit basiert.

Mit der Forderung, Zuwan­derung in den Arbeits­markt zuzu­lassen, sprach Spahn auch ein heik­les The­ma an. Wer­bung machte er zudem für eine aus­geprägtere Stre­itkul­tur. Nur in der Diskus­sion könne die beste Lösung als Kom­pro­miss erar­beit­et wer­den.

Lob fand Spahn auch für den Maimarkt. Die Durch­führung ein­er solchen Ver­anstal­tung über elf Tage hin­weg spreche für die Wirtschaft­skraft des Stan­dortes und sei vor­bildlich.

Die anwe­senden Zuhör­er wur­den nicht ent­täuscht. Spahn begeis­terte und fes­selte sie mit seinen Aus­führun­gen – ein würdi­ger Red­ner für den 40. Kurpfälz­er Früh­schop­pen des Mit­tel­standes.

Bun­desmin­is­ter Jens Spahn MdB beim Kurpfälz­er Mit­tel­stand