Zur möglichen Öff­nung von Geschäften an Heili­ga­bend in diesem Jahr erk­lärt der Mannheimer Bun­destagsab­ge­ord­nete Niko­las Löbel (CDU):

“Was ist heilig, wenn nicht Heili­ga­bend? Ich ver­folge die Diskus­sion um die Öff­nung von Geschäften an Heili­ga­bend, der in diesem Jahr auf einen Son­ntag fällt, mit Befrem­den. Geht es nur noch um Kon­sum? Müssen Stress und Hek­tik auch an diesem Tag über Ruhe und Besin­nung siegen? Wenn Heili­ga­bend nun nach langem mal wieder auf einen Son­ntag fällt, dann sollte man diesen ganz beson­deren Son­ntag auch Son­ntag sein lassen.

Die Adventsson­ntage, die Wei­h­nachts­feiertage, Kar­fre­itag, Ostern, Pfin­g­sten, Fron­le­ich­nam, Volk­strauertag und Toten­son­ntag sind aus guten Grün­den als verkauf­sof­fene Son­ntage vom Geset­zge­ber aus­geschlossen. Heili­ga­bend sollte auch dazu zählen, auch wenn der Geset­zge­ber in Baden-Würt­tem­berg eben für den Fall, dass der 24. Dezem­ber auf einen Son­ntag fällt, eine Aus­nahme zulässt. Ich denke aber, man muss nicht jede Möglichkeit aus­reizen. Deshalb begrüße ich, dass zahlre­iche Geschäft­sleute und Han­del­sun­ternehmen von sich aus und mit Rück­sicht­nahme auf ihre Belegschaften auf die Öff­nung am diesjähri­gen Heili­gen Abend verzicht­en. Ich würde es auch begrüßen, wenn alle diesen Beispie­len fol­gen wür­den.

Ich würde mir natür­lich wün­schen, dass wir schon für dieses Jahr eine Geset­zesän­derung im Land­tag erzie­len kön­nten. Aber das ist zeitlich sehr ambi­tion­iert. Aber bis es in eini­gen Jahren wieder soweit ist, sollte das Gesetz über die Ladenöff­nung in Baden-Würt­tem­berg dahinge­hend geän­dert sein. Mit ein­er entsprechen­den Bitte habe ich mich heute im Inter­esse der Stadt Mannheim und zahlre­ich­er Arbeit­nehmer an die zuständi­ge Wirtschaftsmin­is­terin Dr. Hoffmeis­ter-Kraut sowie an die CDU-Land­tags­frak­tion gewandt.”

“Heili­ga­bend soll heilig bleiben” — Bun­destagsab­ge­ord­neter Niko­las Löbel für die Son­ntagsruhe am 24.12.2017