Bei hochsom­mer­lichen Tem­per­a­turen wurde die Gruppe der CDA Mannheim, am 20.06.2017 nach­mit­tags bei der neuen Feuerwache Mitte, vom Wachen­leit­er Roland Rim­melspach­er her­zlich begrüßt. Zu Beginn durfte sich die Gruppe mit Getränken stärken bevor dann der Rundgang durch die weitläu­fige Feuerwache begann.

Wir began­nen mit einem Rundgang durch die bei­den Alarmhallen und hat­ten die Möglichkeit auch ein­mal in einem der Fahrzeuge Probe zu sitzen. Roland Him­melspach­er erk­lärte uns die unter­schiedlichen Fahrzeugkat­e­gorien und Ver­wen­dungszwecke; wir lern­ten, dass an der Wache Mitte auch die Tauch­gruppe der Berufs­feuer­wehr Mannheim sowie die Ana­lytis­che Task­force, eine Spezialein­heit zur Erken­nung und Bekämp­fung chemis­ch­er, biol­o­gis­ch­er oder radioak­tiv­er Gefahren, sta­tion­iert ist.

In ein­er weit­eren Halle befind­en sich zudem die Frei­willi­gen Feuer­wehren Necka­rau und Innen­stadt, die im Rah­men des Neubaus eben­falls auf dem Gelände unterge­bracht wor­den sind und die Berufs­feuer­wehr bei größeren Schadensla­gen oder Par­al­leleinsätzen entsprechend unter­stützen.

Im Hof befind­et sich ein großer Übungsplatz, ein Sport­platz und Abstellmöglichkeit­en für Fahrzeuge bei größeren Schadensla­gen.

Die Wache ist ins­ge­samt sehr gemütlich ein­gerichtet und es gibt viele Rück­zugs,- Sport,- und Kochmöglichkeit­en für die jew­eils dien­sthabende Wach­mannschaft. Ger­ade das The­ma „gemein­sam Kochen“ spielt an den Woch­enen­den eine große Rolle und ein paar Hob­byköche sollen auf Sterne-Niveau hier die Mannschaften verkösti­gen – ob wir auch mal eine Ein­ladung erhal­ten?

Roland Him­melspach­er erläuterte uns, dass die Wache über einen eige­nen Strom­gen­er­a­tor ver­fügt, der die Wache über mehrere Tage kom­plett autark betreiben kann. Dies ist ins­beson­dere auch deshalb wichtig, da in einem eige­nen Sicher­heits­bere­ich, der durch Schleusen und Panz­er­glas gesichert ist, sich die derzeit­ige Feuer­wehrleit­stelle befind­et, die gegen Ende des Jahres zu ein­er inte­gri­erten Feuer­wehr- und Ret­tungsleit­stelle aufgew­ertet wer­den soll.

Alle wichti­gen Ein­heit­en wur­den in den oberen Geschossen unterge­bracht, so dass selb­st bei einem Damm­bruch von Rhein- und Neckar die Feuer­wehr und die Katas­tro­phen­schutzbe­hörde ihre Arbeit weit­er aus­führen kön­nen. Let­ztere befind­et sich nahe der Leit­stelle und ver­fügt außer­dem über einen eige­nen Stab­sraum für Großschadensla­gen.

Oben unterge­bracht ist auch die große Kan­tine und eine Son­nen­ter­rasse mit einem traumhaft schö­nen Aus­blick über Mannheim-Necka­rau.

Beson­ders inter­es­sant war für uns auch die Tat­sache, dass der Bau mit 50 Mil­lio­nen Euro im Kosten­rah­men geblieben ist und durch einen Verzicht auf eine europaweite Auss­chrei­bung und Erledi­gung durch einen Gen­er­alun­ternehmer, zusam­men mit eigen­er Exper­tise und exter­nen Fach­leuten, die Wache in ein­er Reko­rdzeit real­isiert wer­den kon­nte. Baden-Würt­tem­bergs drittgrößte Stadt Karl­sruhe baut bere­its seit sieben Jahren an ein­er Wache, die obwohl klein­er und nicht so funk­tion­al, weit über 70 Mil­lio­nen Euro kosten soll.

Es lohnt sich also doch, die eige­nen Ressourcen, sprich Mitar­beit­er sehr eng einzu­binden und unter dem Strich dadurch eine bessere und gün­stigere Wache bauen zu kön­nen als es unter Stan­dard-Bedin­gun­gen möglich wäre.

Nach zwei Stun­den Rundgang und ein­er erneuten Getränkezu­fuhr endete die Ver­anstal­tung gegen 18 Uhr mit glück­lichen und zufriede­nen Teil­nehmern.

 

Schweißtreiben­der Besuch der CDA Mannheim in der neuen Feuerwache Mitte