Der Vor­sitzende des AK Innere Sicher­heit, Egon Manz, hat­te den Pro­fes­sor für Sozi­olo­gie Dr. Hans Peter Schwö­bel ein­ge­laden, in der Maru­ba zum The­ma „Der Ele­fant im Wohnz­im­mer – demografis­che Aspek­te von Gewalt, Krieg und Migra­tion“ zu sprechen. Schwö­bel befasst sich seit Jahrzehn­ten prak­tisch und wis­senschaftlich mit Entwick­lungs­fra­gen in Afri­ka.

Er knüpft das Ansin­nen, Fluchtur­sachen zu bekämpfen, an die Notwendigkeit, diese fundiert zu beschreiben und zu analysieren. Unter den Fak­toren, die Migra­tionss­chübe aus­lösen, hob er das hohe Bevölkerungswach­s­tum in Afri­ka, her­vor. „Der Ele­fant im Wohnz­im­mer“ ist eine englis­che Reden­sart, die besagt: Ein Prob­lem füllt den Raum, aber alle leug­nen seine Exis­tenz. Die Bevölkerung­sex­plo­sion im Süden werde hierzu­lande von Poli­tik, Medi­en und Kirchen ver­drängt. Die Bevölkerung wachse rasch­er als Pro­duk­tiv­ität, Infra­struk­tur, Bil­dungs- und Gesund­heitssys­teme. Die große Zahl unterbeschäftigter und arbeit­slos­er junger Män­ner stelle das wichtig­ste Gewalt‑, Kriegs- und Migra­tionspoten­zial dar. Als gravieren­des Defiz­it in Län­dern mit starken Entwick­lungs­block­aden beschrieb Schwö­bel die Sit­u­a­tion der Frau: „Je recht­los­er und unter­drück­ter die Frauen, umso rück­ständi­ger, ärmer und gewalthaltiger sind die Gesellschaften“.

Dem über­aus inter­es­san­ten Vor­trag fol­gte eine leb­hafte Diskus­sion, an der sich auch der Kreisvor­sitzende und Bun­destagskan­di­dat Niko­las Löbel beteiligte.

Schwö­bel beim CDU-Arbeit­skreis Innere Sicher­heit