img_2191„55 Mil­lio­nen Men­schen star­ben allein durch den 2. Weltkrieg. Erst wenn wir uns bewusst machen, dass hin­ter dieser Zahl einzelne Men­schen ste­hen, begin­nen wir, den Ver­lust zu fühlen,“ führte Alexan­der Fleck, Orts­beauf­tragter des Volks­bun­des Deutsche Kriegs­gräber­für­sorge e.V., im Rah­men der Gedenkstunde auf die Bedeu­tung des Volk­strauertages hin.

Über 170 Bürg­erin­nen und Bürg­er sowie Fah­nen­abor­d­nun­gen fast aller Vere­ine nah­men an den Feier­lichkeit­en zum Gedenken an die Gefal­l­enen und Opfer der Kriege auf dem Feu­den­heimer Fried­hof teil und unter­strichen damit den Auf­trag des Volks­bun­des, das Gedächt­nis an alle Krieg­sopfer und an das Leid ihrer Fam­i­lien aufrecht zu erhal­ten und dadurch gle­ich­sam kün­ftige Gen­er­a­tio­nen vor den Fol­gen sinnlos­er Kriege, sinnlosen Mor­dens zu war­nen.

Nach ein­fühlsamen Klän­gen von Judit Weiß an der Quer­flöte erin­nerte Diakon Peter Weil­bach von der Katholis­chen Pfar­rge­meinde in sein­er Ansprache an Frieden und Frei­heit als höch­ste Güter Europas. Die Chorge­mein­schaft Ein­heit-Flügel­rad beschloss mit ihrem stim­mge­walti­gen „Heilig, heilig, heilig“ die Zer­e­monie in der Trauer­halle. Unter Trompe­ten­klän­gen zogen die Teil­nehmer an die erste Gedenkstätte. An diesem Grabfeld gedachte man  der Gefal­l­enen im Deutsch-Franzö­sis­chen Krieg 1870/71 und der Toten der Schick­sal­snacht vom 25. Sep­tem­ber 1944 im Feu­den­heimer Bunker.

Stad­trat Niko­las Löbel legte hier im Namen der Stadt eben­so einen Kranz nieder wie der Vor­sitzende der Bürg­erge­mein­schaft Karl­heinz Stein­er.

An der zweit­en Gedenkstätte waren die Gedanken bei den Gefal­l­enen der Weltkriege 1914/18 und 1939/45 und allen Opfern der Kriege. Miri­am Frank trug das Gedicht „Über­fahrt“ der jüdis­chen Dich­terin Mascha Kaléko vor, ein Gedicht, das im Hin­blick auf die Irrfahrten viel­er heutiger Flüchtlinge nichts an Aktu­al­ität und Tragik ver­loren hat.

Im Auf­trag des Volks­bun­des legte Ober­stab­s­feld­webel Klaus Präg unter den Trompe­ten­klän­gen des von Ste­fan Raßbach inter­pretierten Sol­daten­liedes „Ich hat­te einen Kam­er­aden“ mit mil­itärischen Ehren einen Kranz nieder.

„Nur die Ver­söh­nung über den Gräbern lässt den Frieden keimen“, so Alexan­der Fleck zum Abschluss der Gedenkstunde und ermah­nte so zu einem fried­vollen Miteinan­der und zur Ver­mei­dung sinnlosen Blutvergießens.

Mit dem irischen Segenslied „Möge die Straße uns zusam­men­führen“ entließ die Chorge­mein­schaft Ein­heit-Flügel­rad die Besuch­er in den frühen Nach­mit­tag.

Ver­söh­nung über den Gräbern — Gedenkstunde zum Volk­strauertag mit großer Anteil­nahme began­gen