Eine süße Erinnerung an Mannheim – Dr. Bernd Fabritius MdB (r.) und Christian Stalf bei der Übergabe eines Schokoladen-Wasserturms
Eine süße Erin­nerung an Mannheim – Dr. Bernd Fab­ri­tius MdB (r.) und Chris­t­ian Stalf bei der Über­gabe eines Schoko­laden-Wasser­turms

Die Kom­mu­nalpoli­tis­che Vere­ini­gung (KPV) der CDU Mannheim fragte bei ihrem let­zten The­menabend im Haus der Katholis­chen Kirche, „wie echte Inte­gra­tion nach­haltig gelin­gen kann“? Als Experte gab darauf der Präsi­dent des Bun­des der Ver­triebe­nen (BdV) und Bun­destagsab­ge­ord­nete, Dr. Bernd Fab­ri­tius, den Mit­gliedern Antworten. Er wurde von Chris­t­ian Stalf, KPV-Kreisvor­sitzen­der in Mannheim, begrüßt. „Wir benöti­gen ein Inte­gra­tions­ge­setz und Wohn­sitza­u­fla­gen, um Zuwan­derung für Kom­munen steuer- und plan­bar­er zu machen. Städte mit Lan­deser­stauf­nahmestellen wie Mannheim benöti­gen vom Land mehr Hil­fe, nicht nur in finanzieller Hin­sicht“, forderte Chris­t­ian Stalf in sein­er Rede.

„Wir müssen deut­lich dif­feren­zieren zwis­chen den deutschen Ver­triebe­nen der Nachkriegssi­t­u­a­tion und der daraus ent­stande­nen Ver­triebe­nen­poli­tik sowie der Inte­gra­tionspoli­tik der heuti­gen Flüchtlinge“, sagte Dr. Bernd Fab­ri­tius. Der BdV-Präsi­dent weit­er: „Sie haben zwar eine Schnittmenge, bei­de Poli­tik­felder sprechen aber völ­lig unter­schiedliche Ziel­grup­pen an“. Grund dafür sei, dass rund zwölf Mil­lio­nen deutsche Ver­triebene und später 4,5 Mil­lio­nen Aussiedler nach dem Zweit­en Weltkrieg „zurück­kehrten“. Es fand damals keine Zuwan­derung aus frem­den Kul­turkreisen wie heute statt. „Den­noch kann man von der Inte­gra­tionsleis­tung in der Ver­triebe­nen­poli­tik für den heutigem Umgang mit Flüchtlin­gen ler­nen“, ergänzte Dr. Bernd Fab­ri­tius.

„Dass die Beheimatung und Eingliederung der Mil­lio­nen Men­schen so nach­haltig gelun­gen ist, lag unter anderem auch an der bere­its 1950 proklamierten ´Char­ta der deutschen Heimatver­triebe­nen´, erläuterte Dr. Bernd Fab­ri­tius. „Diese muss zu ein­er ‘Char­ta der Flüchtlinge und Zuwan­der­er´ mit ein­deuti­gen Beken­nt­nis­sen zum deutschen Rechtsstaat, sein­er demokratis­chen Grun­dord­nung und unser­er Wertege­mein­schaft weit­er­en­twick­elt wer­den“, forderte er. Außer­dem, so Dr. Bernd Fab­ri­tius weit­er, müssen Migra­tionsur­sachen bekämpft wer­den, um Inte­gra­tion nach­haltig zu meis­tern.

Die anwe­senden KPV-Mit­glieder waren sich in der Diskus­sion einig, dass Inte­gra­tionspoli­tik für die dama­li­gen Ver­triebe­nen und für heutige Flüchtlinge anders gestal­tet wer­den muss. „Wer wie Rot-Rot-Grün Flüchtlingspoli­tik für unter­schiedliche Ziel­grup­pen über einen Kamm schert, kann nur falsche Antworten geben. So erlei­det man Schiff­bruch in der Inte­gra­tion“, ist sich KPV-Kreisvor­sitzen­der Chris­t­ian Stalf sich­er. Diese Mei­n­ung unter­stützten auch die Anwe­senden. Wichtig sei, Inte­gra­tionspoli­tik dif­feren­ziert zu betra­cht­en und auch solche Antworten zu geben, fan­den sie.

 

 

The­menabend Inte­gra­tion der KPV Mannheim: Migra­tionsur­sachen bekämpfen, um nach­haltig zu inte­gri­eren