„Wir wollen das Ange­bot der Bürg­er­di­en­ste mod­ernisieren. Aber wir wollen – im Gegen­satz zur Stadtver­wal­tung – nicht die Bürg­er­di­en­ste in unseren Stadt­teilen abschaf­fen. Mannheim ist die Stadt der Stadt­teile. Wer das ernst nimmt, der muss im Sinne ein­er Struk­tur­förderung dafür sor­gen, dass die Stadtver­wal­tung mit einem Bürg­er­di­enst auch in Zukun­ft in jedem Stadt­bezirk präsent ist. In Zeit­en, in denen immer mehr Behör­dengänge online erledigt wer­den kön­nen, sagen wir „Ja“ zur Reform des Ange­bots der Bürg­er­di­en­ste und zu ein­er Mod­ernisierung, aber wir wollen dadurch nicht die Bürg­er­di­en­ste vor Ort abschaf­fen. Das ist mit der CDU nicht zu machen“, so Stad­trat und CDU-Kreisvor­sitzen­der Niko­las Löbel.

„Bish­er ken­nen wir nur die Über­legung, die Bürg­er­di­en­ste auf drei zen­trale Bürg­er­di­en­ste in Nord, Mitte und Süd zu reduzieren. Das hal­ten wir für falsch. Wir wollen Ideen und Denkanstöße geben, wie wir das Ange­bot der Bürg­er­di­en­ste vor Ort erweit­ern, verän­dern und dadurch die Bürg­er­di­en­ste vor Ort erhal­ten kön­nen“, so der Frak­tionsvor­sitzende der CDU im Mannheimer Gemein­der­at Carsten Süd­mersen. „Wir schla­gen der Ver­wal­tung vor, die Fach­bere­iche inner­halb der Ver­wal­tung, die oft mit Bürg­erin­nen und Bürg­ern direkt in Kon­takt treten, dezen­tral aufzustellen. Warum sollen nicht Mitar­beit­er der Stadtreini­gung oder Mitar­beit­er aus dem Fach­bere­ich Sicher­heit und Ord­nung direkt aus den Stadt­bezirken her­aus einge­set­zt wer­den? In Zeit­en, in denen die Bürg­er sich mehr Sicher­heit wün­schen, wäre es auch zu über­legen, ob wir den Kom­mu­nalen Ord­nungs­di­enst nicht deut­lich erweit­ern, ihn dezen­tral­isieren und jed­er Stadt­bezirk seine eigene Wache bekommt. Außer­dem soll es in jedem Stadt­bezirk einen Küm­mer­er geben, der die poli­tis­che und gesellschaftliche Teil­habe vor Ort fördert. Wir wollen den Bürg­er­di­en­sten damit frischen Wind ein­hauchen, denn sie ein­fach zu schließen, würde nicht dem Mannheimer Lebens­ge­fühl ein­er Stadt der Stadt­teile entsprechen.“, so Löbel.

„Die Bürg­er­di­en­ste zu reformieren ist im Sinne ein­er Haushalt­skon­so­li­dierung legit­im. Aber wir soll­ten nicht den Bürg­erin­nen und Bürg­ern ver­mit­teln, dass wir nur direkt bei ihnen sparen. Da gibt es inner­halb der Kern­ver­wal­tung ganz andere Einspar­poten­ziale. Mit unseren Über­legun­gen zu ein­er Reform der Bürg­er­di­en­ste wollen wir auch anre­gen, Ange­bote wie Senioren­büros oder Quartier­man­age­ments in die neuen Bürg­er­di­en­ste zu inte­gri­eren, um dadurch Kosten zu sparen“, so Süd­mersen. „Damit liegen jet­zt mal Ideen und konkrete Vorschläge auf dem Tisch. Wir glauben, über die Zukun­ft unser­er Bürg­er­di­en­ste in unser­er Stadt muss bre­it disku­tiert wer­den. Ein­fach mal so die Bürg­er­di­en­ste zu schließen, das ist mit der CDU defin­i­tiv nicht zu machen“, so Süd­mersen und Löbel abschließend.

CDU will Vorort-Rathäuser erhal­ten und mod­ernisieren — CDU-Frak­tion stellt eigenes Konzept zur Zukun­ft der Bürg­er­di­en­ste vor